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Echte Kochherde sind seit Ende des 18. Jahrhunderts im Einsatz. Sie hatten einen
vollständig geschlossenem Feuerraum und eiserne oder kupfernen
Herdplatten, in deren Löcher Töpfe und Kessel eingesetzt wurden. Für unterschiedlich große Töpfe wurden die
Löcher der Herdplatte mit verschiedenen Ringen angepasst. Später verfügten die Herde auch über einen Backofen.
Mitte des 19. Jahrhunderts
kamen die ersten Herde aus Metall auf den Markt. Unter anderem
entstanden Herde, die im Innenraum mit verschiedenen Feuerrosten
ausgestattet waren, die Hitze durch
Wärmezüge zu den Kochstellen leiteten und Heißwasserbereiter sowie
verschiedenen Backröhren und durch Herdringe in der Größe
verstellbare Feuerstellen besaßen. Diese Herde waren sehr teuer und
setzten sich in
Deutschland erst ab 1860 durch.
Ebenfalls seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden
gasbefeuerte Herde hergestellt, die aber nur in Städten Verwendung
fanden, in denen eine Versorgung mit Gas bestand. Seit den
1860er Jahren wurden in Deutschland transportable eiserne Herde
serienmäßig hergestellt. Die
Herdplatten hatten mehrere herausnehmbare Ringe, in deren Öffnungen die
Töpfe eingehängt wurden. 1893 wurde in Chicago der erste Elektroherd
vorgestellt, allerdings fanden sie erst ab 1930 allgemeine Verbreitung,
als die notwendige Infrastruktur aufgebeut war.
Auch heute geht die Entwicklung, wie bei anderen Küchengeräten rasant weiter, um das Kochen immer
engenehmer und gesünder zu machen. Mittlerweile gibt es Herde in allen
Austattungsvariationen und Preisklassen.
Moderne Herde werden fast ausschließlich mit Gas oder elektrisch
betrieben. Gasherde setzten sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts in den
Städten allgemein durch. Entwicklungen der Neuzeit sind der
Mikrowellenherd und der Induktionsherd. Heute gibt es außer Standgeräten mit obenliegendem Kochfeld und Backofen
unten auch getrennte Geräte, die durch ihren Einbau in
Arbeitsplatten und Küchenschränke eine größere Flexibilität bei
der Kücheneinrichtung und eine bessere Ergonomie ermöglichen.
Moderne Backöfen werden mit Blechen und Rosten in
Teleskopschienenführungen ausgerüstet. Bei Ausstattung mit Ober
und/oder Unterhitze wird die Wärme durch natürliche Luftströmung in das
Innere des Backofens übertragen. In
einem Umluftofen verteilt ein Ventilator die Hitze schneller im
Backraum und lässt so eine Nutzung von mehreren Ebenen zu und spart
außerdem noch etwas Energie ein, da die Temperatur 20 °C bis 30 °C
niedriger eingestellt wird. Manche Backöfen sind auch mit einem Grill
ausgestattet, der auch mit Umluftbetrieb für eine schnellere Garzeit
betrieben werden kann. Die neuesten Backofenmodelle verfügen über
eine Selbstreinigungsfunktion. Diese funktioniert ausschließlich durch
Hitze, verbrennt also die Back- und Bratrückstände derart, dass sie von
selbst abfallen oder leicht entfernt werden können. Allerdings wird
dabei viel Strom verbraucht.
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