Unter Flachbildschirmen versteht man heute allgemein Bildschirme, die entweder auf der Basis von LCD- oder Plasma-Technik funktionierten und im Gegensatz zu Röhren- oder auch Rückprojektions-Bildschirmen nur einige Zentimeter dick
sind. Sie sind dadurch auch nicht allzu schwer und können somit leicht
transportiert und nicht nur auf ihrem Standfuß aufgestellt, sondern
auch mit einer passenden Halterung auf einer Wand aufgehängt werden.
Die Diagonale der Bildfläche wird oft in Zoll angegeben, die Palette reicht hier von tragbaren Geräten mit einigen Zoll bis zu etwa 50 Zoll und vereinzelt mehr, wobei 100-Zoll-Geräte allerdings kaum für Privatpersonen erschwinglich
sind. Plasma-Bildschirme werden meist erst ab einer gewissen Größe
angeboten, während kleinere Flachbildschirme fast immer LCD-Modelle
sind.
Eine typische Größe ist etwa 42 Zoll, was zirka 107
Zentimetern entspricht. Die Marktpreise von guten Markengeräten liegen
hier im Bereich von 2000 Euro und teilweise auch darüber, aber auch ab
ungefähr 600 Euro sind gut augestattete Modelle zu haben.
Welche Technik besser ist, ist nicht restlos geklärt,
so war die LCD-Technik lange Zeit dafür bekannt, wegen der technisch
nötigen Hintergrundbeleuchtung tiefschwarze Bildanteile nur dunkelgrau
und mit gewissem Restlicht darstellen zu können. Plasma-TVs
waren hingegen dafür bekannt, dass sich längere Zeit nicht bewegte
Bildteile wie etwa Senderlogos oder Anzeigen von Videospielen
einbrennen können, auch der hohe Stromverbrauch wurde oft
kritisiert. Beide Techniken wurden allerdings mit der Zeit im Bereich
dieser Schwachpunkte verbessert, in Zukunft könnte außerdem auch die
OLED-Technik (organische Leuchtdioden) interessant werden.
Ein wesentlicher Punkt bei der Auswahl eines Flachbildschirms ist auch die Auflösung, welche am besten nicht unter 1280 mal 720 Bildpunkten liegen sollte.
Verkauft werden oft Geräte mit 1366 mal 768, welche den „HD
ready“-Standard erfüllen und somit auf jeden Fall auch über einen
HDMI-Anschluss verfügen, über den zum Beispiel digitale
Satellitenempfänger optimal angeschlossen werden können. Geräte mit der
als „Full HD“ bekannten Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten können ein noch einmal verbessertes und detailsreicheres Bild bieten,
wenn der Sichtabstand sehr gering ist und zum Beispiel Blu-ray-Discs
oder andere hochauflösende Medien abgespielt werden. Das
Bildschirmformat ist fast immer 16:9, 4:3-Geräte sind selten.
Für
die meisten Fernsehsender und auch für DVDs würde zwar theoretisch eine
niedrigere Auflösung ausreichen, durch eine gute Hochskalierung kann
man aber auch hier von der HDTV-Auflösung profitieren. Damit dies
gelingt, sollten aber die sogenannten Scaler, die sowohl in den
Bildschirmen integriert sind, als auch beispielsweise in modernen
DVD-Playern vorhanden sind, eine gewisse Mindestqualität aufweisen.
Tipp:
Überlegen Sie sich, wofür Sie den Flachbildschirm hauptsächlich
verwenden wollen (herkömmliches Fernsehen, HDTV-Sender, DVD-Filme,
Videospiele …) und lesen Sie auch verschiedene Testberichte. Auch in
einem Heimkino mit Videoprojektor (Beamer) kann z.B. ein kleiner
LCD-Fernseher interessant sein, da dann der Projektor nicht so oft
eingeschaltet werden muss und dessen Lampe geschont wird. |