Das DVD-Video-Format wurde international gegen Ende der 1990er-Jahre auf den Markt gebracht und hatte ungefähr im Jahr 2003 das bisher im privaten Bereich weit verbreitete und mit Videokassetten arbeitende VHS-System großteils verdrängt. Entscheidender Vorteil gegenüber diesem ist die deutlich verbesserte Bildqualität, so ist nicht nur die Auflösung höher und das Bild schärfer, sondern es gibt auch keine Störstreifen im Bild, weshalb die DVD auch in Videotheken bald sehr beliebt wurde. Ebenso ist häufig sowohl englischsprachiger Originalton als auch die deutsche Synchronisation enthalten und kann nach Belieben ausgewählt werden. Auch Untertitel, die meist frei wählbar und ein- und ausschaltbar sind, gehören zum Standard.
DVD-Player sind heute sowohl technisch absolut ausgereift als auch sehr preiswert, manche Geräte, selbst bekannter Marken, sind schon ab etwa 30 Euro erhältlich. Auch wenn es nach wie vor deutlich teurere Modelle gibt, so kann man sich im Bereich von etwa 50 bis 100 Euro eine umfassende und qualitativ gute Ausstattung erwarten.
Als Verbindung zum Anzeigegerät sollte am besten HDMI benutzt werden, da das Bild auf diese Weise direkt digital übertragen wird. Über diese Schnittstelle, die bei vielen neueren DVD-Playern vorhanden ist, kann das Bild außerdem auch hochskaliert im HDTV-Format ausgegeben werden, was bei Flachbildschirmen und Beamern (Video-Projektoren) von Vorteil ist. Außerdem kann auch der digitale Mehrkanalton über das HDMI-Kabel übertragen werden (Dolby Digital oder DTS), sofern dieser vom Bildschirm oder AV-Receiver in einem Heimkino wiedergegeben werden kann. Ansonsten ist dafür ein Cinch- oder ein optisches Kabel notwendig, außerdem kann der Ton vom DVD-Player auch immer als herkömmliches, zweikanaliges Stereo-Signal ausgegeben werden.
Alternativ sollte das Bild auch über ein SCART-Kabel und in der Einstellung „RGB“, oder über ein dreiteiliges Cinch-Kabel als Komponenten-Video sehr gut sein. Umstritten ist generell, ob übermäßig teure Kabel besonders bei kurzen Längen eine merkliche Verbesserung bringen.
Als Seitenverhältnis ist entweder 4:3 oder 16:9 möglich, falls ein 4:3-Gerät angeschlossen und dies im Menü richtig eingestellt ist, so werden zwecks korrekter Darstellung schwarze Letterbox-Balken eingefügt. Auf den DVDs selbst ist das Breitbildformat aber meist so gespeichert, dass es innerhalb des für 4:3 vorgesehenen Bildrahmens verzerrt und bei der Wiedergabe wieder entzerrt wird. Dies wird häufig mit „16:9“ oder „anamorph“ gekennzeichnet. Auf diese Weise ist auf 16:9-Bildschirmen die Auflösung höher, als wie wenn das Bild im Letterbox-Format gespeichert wäre und dann gleichmäßig gezoomt würde, so dass es den Bildschirm ausfüllt.
Zu den Zusatzfunktionen gehört häufig die Wiedergabemöglichkeit verschiedener CD-Formate (Audio-CD, Video-CD) sowie von MP3-Audiodateien und JPEG-Bildern.
Tipp: Kaufen Sie nicht unbedingt das allerbilligste Modell – schon für einen geringen Aufpreis gibt es oft wesentlich bessere DVD-Player. Eine gute Hochskalierungs-Möglichkeit (Upscaling) ist auch von Vorteil, alternativ können Sie auch einen Blu-ray-Player anschaffen, da dieser ebenfalls DVDs in bester Qualität abspielen kann. |