Wer sich heute entschließt, eine Digitalkamera zu kaufen, könnte unter
Umständen sehr schnell überfordert sein. Waren es noch vor ein paar
Jahren die drei großen Marken Canon, Nikon und Minolta, die die ersten
Digitalkameras auf den Markt brachten, gibt es heute unzählige
Anbieter, Kameratypen und Preisklassen.
Eine erste Kaufhilfe kann ein Blick mit der Eingabe „Digitalkamera“ auf
den bekannten Internetsuchmaschinen sein. Allerdings sollte man sich
vorab drei sehr wichtige Fragen stellen:
1. Was möchte ich für die Kamera ausgeben?
2. Was habe ich mit meiner Kamera vor?
3. Ist dieser erste Kauf nur der Anfang und habe ich vor, meine
Ausrüstung auszubauen oder reicht mir die Kamera alleine für meine
Zwecke?
Diese drei Fragen sind elementar für die weitere Vorgehensweise, die
richtige Kamera zu finden. Zum einen, weil die heutigen Preisspannen
zwischen unter 100 Euro und 4.000 Euro und mehr liegen und zum anderen
ob es letztlich eine Kompaktkamera oder eine digitale
Spiegelreflexkamera werden soll.
Das ist dann auch schon ein erstes Unterscheidungskriterium. Wie der
Name schon verrät, ist eine Kompaktkamera eine kompakte, handliche
Digitalkamera, die in jede Tasche passt, mit zum Teil bereits
hervorragenden Qualitätseigenschaften und das bereits ab ca. 100 Euro.
Eine digitale Spiegelreflexkamera hingegen ist natürlich
dementsprechend umfangreicher ausgestattet, besitzt wesentlich mehr
Möglichkeiten, ist aber auch teurer.
Eine Kompaktkamera eignet sich für alle, die Ihre Kamera überall mit
hinnehmen, nicht so viel Ballast mit sich herumtragen wollen und denen
eine einfache Bedienoberfläche mit überschaubaren Möglichkeiten
ausreicht.
Für diejenigen, die mehr mit Ihrer Kamera vorhaben, beispielsweise die
Fotografie als großes Hobby sehen oder sich auch in Richtung Fotodesign
bewegen wollen, ist der Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera
ratsam. Bei einer digitalen Spiegelreflexkamera haben Sie die gesamte
Bandbreite der Fotografie zur Auswahl. Ein großer Vorteil vieler
Markenanbieter ist es auch, bereits vorhandene Objektive analoger
Spiegelreflexkameras für die digitale Kamera weiterzubenutzen.
Ob Kompakt- oder Spiegelreflexkamera, die folgenden Fragen sollten Sie auch unbedingt mit in Ihren Überlegungen einbeziehen.
Megapixel: Zwischen drei und zwölf Megapixel ist alles auf den Markt.
Grundsätzlich gilt: Je mehr Pixel, desto größer kann das Bild
entwickelt werden.
LCD-Bildschirm: Je größer und farbenfroher, desto mehr Akku benötigt
er, allerdings umso bedienerfreundlich ist auch. LCD-Bildschirme gibt
es auch schwenkbar zum praktischen „um-die-Ecke-fotografieren“.
Serienbildaufnahmen und Auslöseverzögerung: auch ein sehr wichtiges
Element. Möchte ich schnelle, aufeinander folgende Bilder schießen
empfiehlt es sich, hierauf ein Augenmerk zu haben.
Stromversorgung: Hier gilt es zwei Arten zu unterscheiden.
Lithium-Ionen-Akkus oder AA-Zellen (Mignonzellen). Lithium-Ionen-Akkus
sind preislich höher, haben aber die größere Laufzeit. Es ist ratsam,
sich einen zweiten Pack zu zu legen. AA-Zellen können sowohl als Akku
als auch als herkömmliche Batterien eingesetzt werden. Vorteil ist
hier, dass man sich schnell mal ein Pack im Handel besorgen kann.
Speichermedien: Die gängigsten Speichermedien sind XD-, SD- und
CF-Karten. Hier gibt es keine besonders großen Unterschiede. Sie
sollten sich nur überlegen, welche Speichergröße möchte ich haben.
ISO-Empfindlichkeit: Je höher man bei einer Kamera die
ISO-Empfindlichkeit einstellen kann, desto besser ist es für die
Qualität des Bildes.
Nutzen Sie in jedem Fall die verschiedenen Testergebnisse im Internet
und scheuen Sie sich nicht davor, sich im Fachhandel nicht nur
umfassend beraten zu lassen, sondern auch die Kameratypen
auszuprobieren. |